Job-Matching ist kein fest definierter Begriff und wird für eine Vielzahl von Lösungen, Tools und Verfahren verwendet. Dabei lassen sich alle Lösungen ganz klar nach der verwendeten Art des Matching-Verfahrens in vier Gruppen einordnen, wobei die Genauigkeit, Aussagekraft und Individualität der Ergebnisse mit jedem Verfahren ansteigen.

LEVEL-BASIERT

Über level-basiertes Matching lassen sich Hard Skills und andere harte Kriterien – die sich mit „ja“ oder „nein“ beantworten lassen – auf Übereinstimmung prüfen. Zwischenwerte sind nicht erfragbar und das Ergebnis ist stark beeinflussbar, da der Input durch den Teilnehmer direkt erfolgt.
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SEMANTISCH

Semantisches Matching ist die ideale Methode Übereinstimmungen der Hard Skills zu erfragen. Allerdings kann auch hier das Ergebnis auf Bewerberseite noch stark beeinflusst werden, da man Lebensläufe für einzelne Positionen gezielt optimieren kann – ähnlich der Suchmaschinenoptimierung für Webseiten. Auch wenn von einigen Anbietern behauptet, eignet sich Semantisches Matching wenig dazu, Soft Skills zu erfassen. Es können allerhöchstens die in Arbeitszeugnissen üblicherweise verwendeten standardisierten Floskeln verglichen werden.
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TYPISIERUNG

Typisierung ist ein probates Mittel, um die Soft Skills der BewerberInnen einfach zu erfassen und in groben Zügen passend darzustellen.
Durch den objektiven Charakter des Verfahrens kann hier, rein auf das Verfahrensergebnis von einer ausreichenden Genauigkeit und Aussagekraft der Ergebnisse gesprochen werden – nichtsdestotrotz bleiben Typisierungsverfahren hinter dem Anspruch eines präzisen Verfahrens zurück, nicht nur bei einer wissenschaftlichen Bewertung. Auch ist die Individualität der Ergebnisse bei einer Zuordnung zu vier oder fünf sehr großgefassten Persönlichkeitsklassen nicht gegeben.
Die Objektivität der Bewertung im Verfahren macht die Ergebnisse fast nicht mehr direkt verfälschbar – es sei denn, das gängige Verfahren und die standardisierten Fragen und Antworten sind bekannt oder können entschlüsselt werden.
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PSYCHOLOGISIERTE FRAGEBÖGEN

Ein Matching mit psychologisierten Fragebögen ist das geeignete Verfahren, wenn man die Soft Skills der BewerberInnen exakt mit den Anforderungen vergleichen will, um so die individuellsten Merkmale herauszufinden. Wichtig für eine hohe Akzeptanz auf Seiten der BeweberInnen ist jedoch, dass das Ausfüllen des Fragebogens nicht zu viel Zeit in Anspruch nimmt.
Die Genauigkeit und damit die Aussagekraft steigt bei diesem Verfahren im Vergleich zur Typisierung stark an, das Verfahren bringt 100% individuelle Ergebnisse hervor.
Darüber hinaus gilt dieses Matching-Verfahren durch die Individualität und die objektive Bewertung der Faktoren als nahezu verfälschungssicher.
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